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Leitfaden zur Planung von KI-Projekten

Erstellen Sie ein Briefing für Fachbereich und Entwicklung.

Beschreiben Sie eine Aufgabe vom Auslöser bis zum abgenommenen Ergebnis. So erhalten fachliche Prüfende und Ingenieure einen gemeinsamen Ausgangspunkt, bevor sie Modelle, Tools oder die Bereitstellung auswählen.

Was sollte ein KI-Workflow-Briefing enthalten?

Benennen Sie Aufgabenverantwortliche, Auslöser, aktuellen Prozess und vorgesehenes Ergebnis. Identifizieren Sie beteiligte Informationen und Systeme, erlaubte Aktionen, menschliche Entscheidungen und Abnahmekriterien. Ergänzen Sie Betriebsanforderungen und offene Fragen. Richten Sie das erste Briefing auf die Aufgabe aus und halten Sie technische Entscheidungen bis zu ihrer Prüfung als Annahmen fest.

Nutzen Sie diese Leitfragen für den ersten Entwurf.

Beschreiben Sie den Prozess so ausführlich, dass eine andere Person ihn versteht, ohne neben der derzeit ausführenden Person zu sitzen.

  • Verantwortung und Zweck

    Wer verantwortet die Arbeit, wer nutzt das Ergebnis und warum muss sich die Aufgabe verändern?

  • Auslöser und aktueller Prozess

    Was startet die Aufgabe? Was tut eine Person oder ein bestehendes System ab diesem Zeitpunkt?

  • Eingaben und Verbindungen

    Welche Informationen und Systeme werden benötigt? Wer darf den Zugriff genehmigen und welche Quellen verändern sich?

  • Ergebnis und Abnahme

    Was soll nach Abschluss der Aufgabe vorliegen? Wer prüft es und was macht es inakzeptabel?

  • Befugnisse und Ausnahmen

    Welche Aktionen dürfen automatisch erfolgen? Welche benötigen eine Freigabe und was soll bei fehlenden Informationen geschehen?

  • Betrieb und offene Fragen

    Wo muss das System laufen, wer betreibt es und was ist zu Nachfrage, Zugriffen oder Abhängigkeiten noch unbekannt?

Ein ausgefülltes Beispiel: einen Serviceantwortentwurf vorbereiten.

Dieses beispielhafte Briefing beschreibt einen geplanten Workflow. Es ist keine Kundenfallstudie.

  • Verantwortung und Zweck

    Die Leitung des Servicebetriebs verantwortet den Workflow. Servicemitarbeitende benötigen für jede Anfrage einen Antwortentwurf und eine klare Liste fehlender Informationen.

  • Auslöser und aktueller Prozess

    Eine neue Anfrage geht in der Servicewarteschlange ein. Mitarbeitende lesen sie derzeit, suchen passende Hinweise, fragen einen Geschäftsvorgang ab und bereiten eine Antwort vor.

  • Eingaben und Verbindungen

    Verwenden Sie die Anfrage, freigegebene Servicerichtlinien und Lesezugriff auf den relevanten Geschäftsdatensatz. Die wissensverantwortliche Person pflegt die Richtlinieninhalte. Die systemverantwortliche Person genehmigt den Datensatzzugriff.

  • Benötigtes Ergebnis

    Geben Sie eine Zusammenfassung des Anliegens, den Richtlinienverweis, einen Antwortentwurf und fehlende Informationen zurück. Eine Servicefachkraft prüft das Ergebnis, bevor etwas versendet wird.

  • Entscheidungsgrenze

    Erstellen Sie ausschließlich einen Entwurf. Versenden Sie keine Nachrichten, veranlassen Sie keine Erstattungen und ändern Sie keine Kontodatensätze. Legen Sie fehlende, widersprüchliche oder zugriffsbeschränkte Informationen der prüfenden Person vor.

  • Abnahme und offene Fragen

    Prüfen Sie, ob der Entwurf die richtige Quelle und den richtigen Datensatz nutzt, ohne Fakten zu erfinden. Bestätigen Sie den Warteschlangenauslöser, die Zugriffsrechte, die erwartete Nachfrage und den Weg des Entwurfs zur prüfenden Person.

Trennen Sie fachliche Entscheidungen von technischen Umsetzungsentscheidungen.

Die fachlich verantwortliche Person sollte entscheiden, was die Aufgabe tun darf und was ein nützliches Ergebnis ausmacht. Ingenieure bewerten das Modell, den Wissensabruf, die Tools und den Workflow, die dafür erforderlich sind.

Im Beispiel ist die Beschränkung auf Entwürfe eine fachliche Grenze. Die Wahl eines Modells oder einer Verbindungsmethode ist eine technische Entscheidung. Dokumentieren Sie eine ungeprüfte technische Wahl als Annahme und benennen Sie eine Person, die sie klärt.

Prüfen Sie das Briefing mit den Personen, von denen es abhängt.

Bitten Sie Aufgabenverantwortliche, eine aktuell ausführende Person, Systemverantwortliche und die vorgesehene prüfende Person, das Briefing zu lesen. Nutzen Sie diese Fragen, um fehlende Arbeit aufzudecken.

  • Kann ein anderes Teammitglied erkennen, wo diese Aufgabe beginnt und endet?
  • Hat jede benötigte Quelle eine Person, die den Zugriff verantwortet?
  • Lässt sich ein falsches Ergebnis von einem nützlichen unterscheiden?
  • Sind Entscheidungen zu Freigabe, Fehlern und Übergabe zugewiesen?
  • Hat jede wichtige Unbekannte einen nächsten Schritt und eine verantwortliche Person?

Teilen Sie zuerst eine Beschreibung und erst dann Daten.

Beschreiben Sie für eine erste Anfrage den Workflow und verwenden Sie synthetische Beispiele. Übermitteln Sie über das Anfrageformular keine Kundendatensätze, Zugangsdaten oder vertraulichen Datensätze. Vereinbaren Sie einen geeigneten Übermittlungsweg für Ausgangsmaterial, das bei der Planung benötigt wird.

Fragen und Antworten

Nein. Definieren Sie zuerst die Aufgabe und die Abnahmekriterien. Anschließend lässt sich die Modellwahl anhand der Aufgabe und Betriebsanforderungen bewerten.

Benennen Sie eine verantwortliche Person für das Gesamtergebnis und dokumentieren Sie die Zuständigkeiten für Systeme, Informationen und Freigaben der einzelnen Bestandteile.

Nehmen Sie die von Ihrer Organisation vereinbarten Ziele und Nachweise zum aktuellen Ausgangsstand auf. Kennzeichnen Sie Unbekanntes als zu messen, statt Schwellenwerte zu erfinden.

Ja. Dokumentieren Sie geänderte Annahmen, den Umfang und die Abnahmekriterien versioniert, damit Prüfende wissen, welchen Prozess sie bewerten.